die 5 Sicherheitsregeln

Strom verlegen von „dieStrippe“

Hi ich bin Alex und hier findest du kostenlose DIY Anleitungen für deinen Haus- oder Wohnungs-(um)bau, was das Strom verlegen angeht. Die Seite ist so konzipiert, dass du nach jedem Abschnitt am Ende einen weiterführenden Link zum nächsten Schritt finden wirst! 😉

Mich hat es geärgert, dass es wenig sinnvolle Anleitungen in der richtigen Reihenfolge darüber im Web gibt, also welche Leitungen man wohin verlegen kann/darf/sollte. Naja es gibt schon Anleitungen, auch genug davon… Aber irgendwie alle nicht so wirklich „Zielführend“… Und dein Ziel ist es doch: Licht an, Licht aus, oder?! ^^ Vielleicht hier und da noch eine Steckdose und fertig ist die Laube! 😀

Klar kann man sich diese Infos über das Strom verlegen auch Mühevoll einzeln zusammen sammeln, aber dann ist die Verwirrung doch schon vorprogrammiert! Und kaum ein „Nicht Elektriker“ weiß spontan, Was was bedeutet, so ist jedenfalls meine Erfahrung aus den Jahren! Ich hoffe ja, dass du vielleicht die ein oder andere „Erleuchtung“ (hähä 😀 ) mit dieser Webseite finden kannst/wirst. Viel Spaß wünsch ich 🙂 

der Beginn

Damit du gleich weist, was dich im Groben erwarten wird, hier ein kleiner Überblick darüber:

0. Diese Regeln auf der Seite hier ^^

  1. Planung deiner Räumlichkeiten (die Elektroplanung)
  2. die Wahl der richtigen Leitungen
  3. Verlegen in den Installationszonen
  4. Anschließen deiner Schalter & Steckdosen
  5. (im) Verteiler anschließen (lassen)
  6. Überprüfen und Messen
  7. Fertig 🙂 <-lesenswert! ^^

Da der Elektro Aus- und Umbau wahnsinnig ins Geld gehen kann, dachte ich mir: „Ich hab es gelernt, jetzt zeig ich es Dir!“ 😉 Damit habe ich dann nicht weniger Arbeit, aber Du enorme Kostenersparnisse! 😉 Je nach Ausstattung kann das Strom verlegen durch einen Fachmann (der am Anfang und Ende sowieso nochmal kommen muss – dazu in diesem Artikel) nämlich mehrere 10 tausende kosten… Je, nach Aufwand natürlich!

Bitte achte aber darauf, dass mit Strom wirklich nicht zu spaßen ist und du dich da echt nur dann ran wagen solltest, wenn du es dir entweder zutraust oder du „Iron Man“ oder „Hulk“ bist und dir sowieso nichts passieren kann! 😀

Da ich mit Strom und Spannung aufgewachsen bin (Vati war Elektromeister), ist es für mich jedoch eine ganz andere Welt und irgendwie normal, damit umzugehen und den Grünen zu spielen..

Ich wünsche dir nun viel Spaß beim entdecken deiner neuen Fähigkeiten und dieser Website! =)

Bevor du jedoch wild mit deinen Leitungen um dich wirfst (Hulk!), schaue dir bitte als Erstes die 5 Sicherheitsregeln an und danach geht’s dann auch gleich weiter! ;-D

 

Ich werde gleich aus dem Nähkästchen plaudern, wie das alles so funktioniert mit Spannung und Strom, aber vorab erst diese Regeln, die jeder (Ausnahmslos!) Auszubildende Elektriker/Elektroniker gleich zu Beginn seiner Lehre eingetrichtert bekommt! Tut mir leid, wenn mein Ton an dieser Stelle etwas „ruppig“ klingt, aber so enorm wichtig sind diese Regeln nunmal… =(

Man kann Sie auch gar nicht oft genug wiederholen, denn dein Leben und das der Anderen kann künftig daran hängen.. Daher halte dich bitte unbedingt an die ersten 3 der 5 simplen Regeln und bleib zudem immer in Rücksprache mit einem Elektromeister aus deiner Umgebung! Wenn du die Regeln befolgst, bist du schon ein gutes Stück sicherer! 😉 Man denkt vielleicht nicht immer sofort an Sie, aber generell gelesen sollte man Sie haben, auch dann, wenn man es selbst macht! =)

Fangen wir auch sofort damit an:

Regel Nr. 1: Freischalten!

Heißt so viel, wie: Für Spannungsfreiheit sorgen! Alle Sicherungen ausschalten/heraus drehen, die etwas mit Dem zu tun haben könnten, was du jetzt machen möchtest an deinem Stromkreis!

Manche Steckdosen/Lichtstromkreise sind aber auf den ersten Blick überhaupt nicht verwandt mit dem Raum, in dem du dich gerade aufhältst, zum Strom verlegen! Unter Umständen wurde früher eine Leitung durch einen anderen Raum gelegt oder gar abgezweigt, um kürzere/sparsamere Leitungswege zu haben (aus Kostengründen). Daher wirklich auf Nummer sicher gehen und die benachbarten Räume (natürlich wenn nötig) gleich mit abschalten!

Regel Nr. 2: Gegen Wiedereinschalten sichern!

Stell dir vor, du hast gerade die Sicherung(en) (r)aus-gemacht, Die du brauchst/nicht brauchst… Bist gerade voll beschäftigt mit dem Leitungen verlegen und möchtest nicht dabei gestört werden! Hast dir eventuell noch Musik mit deinem Smartphone an gemacht und hörst sonst Nichts, außer Lala! Jetzt kommt aber dein Kumpel oder deine Mutti/Vati ins Haus und findet es “recht dunkel hier” und macht die Sicherungen wieder rein… (=Nicht gut! ^^)

 

Bestenfalls bekommst du nur kurz eine gewischt. Du denkst dir: Puh, das hat jetzt ein wenig gebitzelt.. Du haust deinem Kumpel/deiner Mutti/Vati auf die Finger und sagst: Lass das mal bitte, ich bin gerade am Strom verlegen! ;-D

 

Im schlimmsten Szenario liegst du (weil du nicht mehr loslassen konntest!) regungslos oder zitternd mit einem Draht zwischen zwei Fingern in der Ecke! (=Auch nicht gut!! ^^)

…Weil dein Herz und deine Nerven versuchen werden, sich dieser Frequenz der Spannung anzunehmen, wird dein ganzer Organismus an diesen einen Draht gefesselt sein… Diese Frequenz im „Draht“ liegt jetzt bei ziemlich genau 50 Hertz! Umgerechnet wechselt Sie 50 mal pro Sekunde zwischen plus 325 Volt und minus 325 Volt hin und her (Effektiv sind das dann die bekannten 230V aus der Steckdose)! Immer und immer wieder! Das Kraftwerk, aus dem der Strom kommt, wird es höchst wahrscheinlich egal sein, ob Du oder jemand Anderes an einem Draht hängt (oder eben bestenfalls nicht <- das wäre gut!! 😀 ).

Die nächst größeren Sicherungen in deinem Haus-Anschluss-Kasten (Kurz HAK) dürften dann schon mit 64A (Ampere) abgesichert worden sein.

Und die Sicherungen davor stehend sind schon im 3 stelligen Bereich (also 100A+). Und davor wird die Spannung höher, weil sich der Strom besser transportieren lässt, wenn die Spannung hoch ist! Du wirst dir jetzt denken können, warum es so besonders wichtig ist, sich an diese Sicherheitsregeln zu halten, beim Strom verlegen Daheim oder es aus Versicherungs-gründen eine Elektrofirma machen zu lassen!

 

Daher ist es wirklich wichtig, dass du diese (3 von)5 Sicherheitsregeln beim Strom verlegen genaustens befolgst! Manch Sicherungsautomaten verschiedener Firmen haben an ihrer “Wippe” vorne links und rechts zwei kleine Löcher, durch die man entweder einen dünnen Draht fädeln kann oder eine wieder einschalt Sicherung fest macht. Diese können auch mit einem Schloss versehen werden, so dass dort nichts schief gehen sollte!

Betonung liegt hier aber auf “sollte”… Übrigens ist Isolierband oder Klebestreifen zum Abkleben keine besonders zuverlässige Sicherung gegen das wieder einschalten! :-/ Bei Drehsicherungen (Neo-/Diazed, Diese heraus drehen und einstecken! -> Sollten sie in dem Loch stecken bleiben, dann bitte niemals mit bloßen Fingern heraus ziehen wollen!!! <- Den Letzten, Den ich sah, der Das versuchte, Der lag zwei Tage zur Überwachung im Krankenhaus! =\ )

Regel Nr. 3: Allpolige Spannungsfreiheit prüfen!

Ich habe wirklich und ernsthaft mal bei einem Versicherungsunternehmen gelesen, dass man sich aus einem Baumarkt doch einen “einpoligen Spannungsprüfer” kaufen soll, zum “prüfen” der Spannungslosigkeit beim Strom selbst legen…

Ja, ähm… Also… Wie soll ich es dir schonend sagen? 😀

NEIN! NEIN! Und nochmals: NEIN!

Diese Regel besagt nicht umsonst: Allpolig! Alle Pole/Drähte, oder auch “Außenleiter” genannt, gegeneinander zu prüfen, lernten wir bereits im ersten Lehrjahr

Von einem Nachbarraum oder einer benachbarten Steckdose könnte ja auf eine Leitung bei dir eine gewisse Spannung “induziert” sein! =\

 

Auch, wenn du denkst, du hast ja jetzt schon Alles freigeschaltet, kann es dennoch vorkommen, dass du „Kriechstrom“ auf deinen Leitungen hast! Besonders gern ist Dies in alten Bauten der Fall, weil die Leitungen nicht mehr gut isoliert sind oder es noch nie waren.. Oder aber es läuft die „Garagenleitung“ durchs Wohnzimmer.. 😀 Auch geflochtene Leitungen sind mir schon begegnet, genauso wie durchlöcherte Wände (Schweizer Käse)! <- frag nicht, warum Jemand auf so tolle Ideen kommt… Frag nicht! 😀 

Daher meine Empfehlung an dieser Stelle: ein zweipoliger Spannungsprüfer, der zwei Spitzen hat und dir die geringste Spannung an jeder Messstelle anzeigen wird, wenn du die Drähte am Ende gegeneinander testest (wenn er dir noch etwas anzeigen sollte, dann ist was faul! Heißt, dass noch nicht alles freigeschaltet wurde!!! Garagenleitung? ^^ ) Hier ist mal ein Link zu einem guten (zweipoligen!! 🙂 ) Spannungsprüfer:

Übrigens:

Auch ein „Multimeter“ wäre solch ein Gerät zum messen. Ist aber aus meiner Sicht weniger handlich und ist deshalb nicht Baustellen tauglich… Einen zweipoligen Spannungsprüfer kann man sich um den Hals hängen, um die Hände frei zu bekommen, ein Multimeter nicht!  …..Fällt immerzu runter, weißt? 😀

Wenn du ein Solches oder Ähnliches hast, dann den Drehregler bitte auf V~ (unbedingt diese Welle!!) und größer, als 300V~ stellen. Für den einen schwarzen Kontakt gibt es vermutlich auch bei deinem Multimeter zwei Buchsen! -> Die ohne die Aufschrift: „10A“ (oder mehr A -> je nach Qualität des Messgerätes)! Denn Die ist für den Strom, nicht die Spannung.. -> Da gehts dann vermutlich kaputt..

Vorsichtig sein, wenn du so ein Dingen hast… Lass Es am besten nicht anecken oder fallen.. Und auch aufpassen, „was“ du damit misst! Die sind sooo empfindlich, glaubst du nicht… Hab schon Einige und auch Teure davon auf dem Gewissen, weil ich nicht daran dachte, die Kontakte umzustecken! Aber kommen wir nun zur nächsten Regel, die aber für deinen Um-, Aus- und Neubau weniger von Bedeutung sein wird. Ich führe Sie jedoch mit auf, falls sich ein(e) zukünftige(r) Elektroniker(in) hier hin verirren sollte 😎

Sicherheitsregel Nr. 4: Erden und Kurzschließen (erst ab 1000V)

Wenn du dich in einem Neubau oder in einem Bestands-Haus/Eigentumswohnung befindest, dann kannst du diese Regel eigentlich ignorieren! Wie oben angemerkt, wird Diese ab 1000V = 1kV „spannend“. <- im wahrsten Sinne! 😀

Sinn dieser Regel ist es, dass der “unbefugte Strom”, nenn ich ihn gerne, dann in anderer Richtung abfließt, bevor er Einen überhaupt erreichen kann. Sollte doch mal Jemand wieder eingeschaltet haben, ohne vorher deine Erlaubnis einzuholen.. 

Strom sucht und nimmt sich ja nun immer den für Ihn kürzesten und einfachsten Weg. (Sagte jedenfalls mein Vater! Die Berufsschule ist da unter Umständen aber anderer Meinung! Die erzählen dann was von Badewannen und Duschbrausen und blabla…)

…Wenn der Strom jedenfalls an Einem vorbei führt, ist das alle Male besser, als durch den eigenen Körper hindurch! Und Last but not least:

Sicherheitsregel Nr. 5: Benachbarte unter Spannung stehende Teile abschranken/abschotten (auch hier erst ab 1kV)

 

Heißt so viel, wie: Man lege eine Gummimatte oder etwas Anderes (auf jeden Fall nicht Leitend!!) dazwischen, sollte es nun doch unvermeidbar werden, dort zu arbeiten, wo es Niemand haben möchte! Auch diese Regel ist für dich weniger interessant beim Strom verlegen daheim! Aber der Vollständigkeit halber! 😉

…Auf jeden Fall muss die Anlage berührungs-sicher sein, an der gearbeitet wird!

Nichts ist glaub unangenehmer, als Strom führende Komponenten! Aber bei Dir Daheim sollte es nun beim befolgen der ersten 3 Schritte bereits Spannungsfrei geworden sein! 😉

Insider:

Einer meiner Lehrer berichtete mal von einem Elektriker eines örtlichen Versorgungswerkes, Der in kurzer Hose und T-Shirt mit Sandalen und einem nicht isolierten Schraubendreher an einem Trafohäuschen stand und dort unter Spannung seine Arbeiten verrichtete…

Also Alles richtig gemacht! *Ironie aus!*

Warum auch für dich die isolierten Schraubendreher (Daheim) unabdingbar sind, erfährst du in diesem Artikel: dafür hier klicken!

 

Und hier geht’s weiter zum nächsten Schritt deiner erfolgreichen Elektro Heim-Installation: die richtige Vorbereitung  😎

 

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PPS: Naaaaa, ans messen gedacht? 😎 Also Spannungsfreiheit prüfen? -> Hier nochmals der Link zum Prüfer:

…vergiss wirklich Niemals das Messen! Niemals!!! 🙁 Das Ding oder ein Multimeter werden dein bester Freund beim Strom verlegen sein und werden! ^^ Mein „Duspol“ ist auch mein bester Freund (geworden) und inzwischen immer das erste Gerät, welches ich um Rat bitte! 😎

PPPS: Wenn du wissen magst, warum ich eine „Elektriker Ausbildung“ mit dieser Seite aufs Minimum herunter breche, kannst du Dieses Hier nachlesen.. =D

 

…um dir das „mühevolle“ wieder hoch scrollen zu ersparen: Hier der Vorbereitungszweig: Klickööööön *lach* 😀